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Wetter in Thüringen: „Es wird immer extremer!“ – Experte in Sorge

Der April scheint in diesem Jahr deutlich weniger launisch zu sein als sonst. Warum ein Wetter-Experte trotzdem in Sorge ist:

© IMAGO / Karina Hessland

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Der April macht seinem Namen in diesem Jahr wohl keine Ehre. Denn statt des typischen Auf und Ab, Sonne, Regen, Schnee bleibt das Wetter bei uns in Thüringen aller Voraussicht nach sehr einheitlich.

Wir können uns auf relativ konstante Temperaturen und reichlich Sonnenschein in Thüringen freuen. Doch eine Sache treibt den Meteorologen und Wetter-Experten allerdings die Sorgenfalten auf die Stirn. Worum es genau geht, erfährst du hier.

Wetter in Thüringen: Experte besorgt

Das Wetter gibt derzeit in Thüringen keinen Grund zum meckern. In den kommenden Tagen erwarten uns in Thüringen teilweise frühsommerliche Temperaturen (>>HIER<< mehr dazu). Da lohnt es sich, den Feierabend bei einer Kugel Eis oder einem Bier in der Sonne einzuläuten. Doch des einen Freud ist des anderen Leid.

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Während sich wohl die meisten Thüringer über die relativ konstanten Temperaturen samt viel Sonnenschein in den kommenden Tagen und Wochen freuen, gibt es doch einen Leidtragenden an der ganzen Sache: unsere Böden. Darauf macht auch der Meteorologe und Wetter-Experte Dominik Jung in seinem Video aufmerksam. „Es wird immer extremer“ lautet das Zitat unter dem Beitrag.

„Wurde nach oben geschoben“

Was er damit meint, wird schnell klar. Mehrere Modelle berechnen nämlich für die nächsten Tage bis einschließlich Donnerstag (10. April) null Niederschlag. „Wie wir sehen, ist weitestgehend nichts zu sehen“, kommentiert Jung das Ganze mit Blick auf die Karte. „Schuld“ daran hat das Blockadehoch, das wie der Name schon sagt, über Deutschland und somit auch Thüringen festsitzt und auch alle Wolken samt Regen abhält.

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Und die Trockenheit scheint sich aller Voraussicht nach auch noch den ganzen April zu halten, wie die CFS-Prognose (Climate Forecast System) verdeutlicht. „Da tut sich ein bisschen was“, bemerkt der Wetter-Experte. Die Durchschnittstemperatur im April wurde nach den neusten Berechnungen nach unten korrigiert. So soll es beispielsweise bei uns in Thüringen „nur“ noch 0,5 bis 1 Grad wärmer als das neue Klimamittel von 1991 bis 2020 werden. Doch die traurige Nachricht folgt auf dem Fuße. „In Sachen Trockenheit wurde die Abweichung aber nach oben geschoben. Wir sehen hier also noch mehr Trockenheit als in den Berechnungen vor wenigen Tagen“, macht Jung klar. Das Problem betrifft ganz Deutschland.

Trockenheit hat verheerende Folgen

Auch die durchschnittlichen Niederschlagsmengen für den Mai haben in Bezug zu den vorherigen Werten rapide abgenommen. Während zuvor ein in ganz Deutschland nasserer Monat als üblich prophezeit wurde, könnte jetzt lediglich die Mitte Deutschlands und damit auch Teile Thüringens etwas mehr Regen als üblich abbekommen. Die lange Trockenphase hätte verheerende Folgen für unsere Böden.


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Denn wie der Meteorologe anhand des Dürre-Monitors erklärt, sei der Erdboden bereits jetzt sehr trocken. Auch bei uns in Thüringen herrscht eine extreme Dürre in den obersten Bodenschichten. Der derzeit herrschende Wind verschärft das Problem weiter. „Der Wind treibt die Trockenheit noch weiter an“, stellt Jung klar. „Es bleibt spannend, ob der große Regen im Mai wirklich klimmt“, schließt der Wetter-Experte ab. Die Natur würde es sich definitiv wünschen.