In seiner Heimat war er hoch geschätzt – und unter anderem auch mit den Royals aus Großbritannien verwandt. Kurz nach seinem 82. Geburtstag ist ein Thüringer Prinz von uns gegangen. Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot. Er starb kurz nach seinem 82. Geburtstag.
Seine Familie in Coburg teilte das am Donnerstag (3. April) mit. Auch in Thüringen ist nach der Nachricht die Trauer groß.
Thüringen trauert um Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha
Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot. Das teilte die Familie in Coburg mit. Er starb im Alter von 82 Jahren. Schon seit Jahren war er gezeichnet von einer Parkinson-Erkrankung, an der er seit 2011 litt.
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Das Adelsgeschlecht Sachsen-Coburg und Gotha ist mit zahlreichen europäischen Königshäusern verwandt – bekannt ist vor allem die verwandtschaftliche Bindung an die britischen Royals: Prinz Albert, der spätere Prinzgemahl von Queen Victoria, stammt aus dem fränkisch-thüringischen Adelsgeschlecht. Bis 1917 trug die britische Königsfamilie offiziell den Familiennamen Saxe-Coburg and Gotha, ehe sie den Familiennamen 1917 in den Wirren des Ersten Weltkriegs in Windsor wechselte.
Auch Verbindungen zum schwedischen Königshaus
Verwandtschaftliche Beziehungen gibt es aber auch zum schwedischen Königshaus: Sibylla von Sachsen-Coburg und Gotha war die Mutter des aktuellen Schweden-Königs Carl Gustaf. Auch Leopold, 1831 zum ersten König Belgiens ernannt, entstammt dem Herzoghaus Sachsen-Coburg und Gotha.
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Andreas wurde am 21. März 1943 auf Schloss Casel in der Niederlausitz in Brandenburg geboren. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit und Jugend in den USA, wohin seine Mutter mit ihrem zweiten Ehemann gezogen war.
Erst Hamburg dann Coburg
Schließlich kehrte er nach Deutschland zurück, leistete Wehrdienst ab und arbeitete in Hamburg, wo er seine spätere Frau Carin kennenlernte. Sie starb im November 2023. Das Paar bekam drei gemeinsame Kinder: Stephanie, Hubertus und Alexander. In den 1970er Jahren ließ sich die Familie in Coburg nieder.
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Der Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) würdigte den verstorbenen Adeligen als „Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft“. Von 1996 bis 2002 habe er auch dem Stadtrat angehört. „Er war ein beeindruckender Mensch, der mit seiner Krankheit bemerkenswert offen umgegangen ist und dabei viel Lebenslust ausgestrahlt hat. Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha trug Coburg nicht nur im Namen, er war auch eine über die Grenzen der Stadt international bekannte und geschätzte Persönlichkeit“, sagte Sauerteig weiter. (dpa, bp)