Eine richtig böse Überraschung erlebte die Betreiberin einer Edeka-Filiale in Thüringen. Zuerst dachte sie, es handle sich um einen üblen Scherz.
Doch schnell wurde klar: Das ist kein Scherz, sondern traurige Realität. Welcher Schock die Thüringer Edeka-Betreiberin völlig unvorbereitet traf, erfährst du hier.
Edeka in Thüringen: Betreiberin fällt aus allen Wolken
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn: den 1. April. Während sich die einen richtig Mühe geben im Laufe des Tages Familienmitglieder und Kollegen hops zu nehmen, haben andere nur ein müdes Lächeln übrig oder sind sogar komplett genervt von offensichtlichen April-Scherzen. Die Betreiberin des Edeka-Markts im thüringischen Arnstadt hätte sich an diesem Tag jedoch vermutlich erhofft, dass es sich um einen Scherz handelte, als ein Bauarbeiter am frühen Nachmittag des 1. Aprils ihren Laden betrat. Wie Edeka in einer Mitteilung schreibt, habe dieser gefragt, wo er denn die Baugerätschaften abstellen könnte.
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Da viel die Betreiberin Melanie König aus allen Wolken. „Ich habe mir dann erstmal den Bauplan zeigen lassen, den der Arbeiter in der Hand hielt, um festzustellen, dass es sich nicht um einen äußerst schlechten Witz handelte. Demnach sollte vom 7. bis zum 22. April eine Baustelle auf der Kreuzung Rudolstädter Straße/Saalfelder Straße betrieben werden. Im Zuge dieser Baustelle sollten beide Zufahrten zu unserem Markt gesperrt sein, was sowohl die Anfahrt unserer Kundinnen und Kunden als auch unseren Lieferverkehr lahmgelegt hätte“, so die Thüringer Edeka-Betreiberin über ihre erste Reaktion.
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Nachdem der erste Schock verdaut war, habe König sofort die Stadtverwaltung als auch den Bürgermeister angerufen. Wie sich dann herausstellte, wusste auch der Bürgermeister nichts von der Baustelle und den damit einhergehenden Sperrungen. „Weder im Amtsblatt der letzten Monate wurde über diese Baustelle berichtet, noch wurde Frau König in irgendeiner Art und Weise durch die Stadtverwaltung über die Straßensperrungen informiert. Ein Zustand, der so nicht tragbar ist und den zuständigen Behörden deutlich aufzeigt, wo intern an gewissen Stellschrauben gedreht werden sollte“, so Stephan Trutschler, Pressebeauftragter der Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen.
Schock-Nachricht zur umsatzstärksten Zeit
Besonders brisant: Das Ostergeschäft steht vor der Tür. Das bedeutet, dass in den Wochen davor auf der Straße vor dem Edeka-Markt in Arnstadt Hochbetrieb herrscht. Immerhin müssen die ganzen Oster-Waren in den Markt gebracht werden. „Nur für das Ostergeschäft haben wir Ware im Wert von 50.000 Euro bestellt und auch schon im Lager. Dieser Zeitraum ist in vielen Edeka-Märkten der umsatzstärkste und hängt sogar noch das Vorweihnachtsgeschäft ab. Wir hatten angenommen, dass die Baustelle die Zufahrten zu unserem Parkplatz massiv einschränken würde und dadurch zahlreiche Kundinnen und Kunden dem Markt fernbleiben werden“, schildert König ihre Angst.
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Am darauffolgenden Tag konnten die Gemüter beruhigt werden. Die Arnstädter Stadtverwaltung handelte schnell und so machten sich zwei Mitarbeiter der Stadtwerke auf in den Markt, um ganzen Sachverhalt aufzuklären. „Mir fiel ein Stein vom Herzen, als berichtet wurde, dass die Baustelle samt Sperrung nur auf der Kreuzung errichtet wird und die Straßen jeweils bis zu unseren Einfahrten frei bleiben. Diese können über den ganzen Bauzeitraum hinweg auch befahren werden“, so die Betreiberin weiter. Na da ist zum Schluss ja doch noch alles glimpflich ausgegangen.