Dass es einer Traditionsbrauerei aus Thüringen schlecht geht, ist inzwischen kein Geheimnis mehr.
Der Thüringer Brauerei-Chef nennt jetzt einen Grund, den sicher nicht alle Bierfans auf dem Schirm haben.
Thüringen: Brauerei muss kämpfen
Es geht um die Pößnecker Rosenbrauerei, die in einem Insolvenzverfahren steht. Die erste Mini-Entwarnung: Bis Ende April soll es weiterhin Rosenpils & Co. geben, wie Brauerei-Inhaber Nico Wagner der „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) sagte. Gleichzeitig bezeichnete der zuständige Insolvenzverwalter die Brauerei-Rettung als „schwieriges Unterfangen“.
+++ Thüringer Traditions-Unternehmen am Limit! Jetzt ist die bittere Entscheidung gefallen +++
Brauerei-Chef Wagner nannte in der „OTZ“ vor allem drei Gründe für die finanzielle Schieflage. Zwei davon sind bekannt: Der Handel drückt die Preise. Und: Die Energiekosten sind hoch. Grund Nummer drei dürften die wenigsten kennen: Es gibt ein „Leergutproblem“ auf dem Biermarkt. Für kleine Brauereien sei das „ungeheuer belastend“, sagte Wagner.
Künftig kleine Flaschen?
Der Großhandel schickte der Rosenbrauerei bei den Halbliterflaschen extrem viele Fremdflaschen zurück. Von 80 Prozent ist die Rede! Das ganze Leergut müsse dann händisch sortiert werden. Das dauere und sei entsprechend teuer. Sollte er noch mal neu starten können, würde er sich wohl auf die 0,33-Liter-Flaschen konzentrieren, sagte Wagner.
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Ob und inwiefern die Rosenbrauerei in Pößneck gerettet werden kann, steht nach wie vor in den Sternen. Eine Entscheidung fällt wohl auch nicht allzu schnell. Womöglich Ende März. Worauf die Hoffnung der Traditionsbrauer basiert und was der Chef zu den Kunden und Partnern sagt, liest du HIER in der „OTZ“.