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Lidl in Thüringen macht dicht! Kunden mit eindeutiger Meinung – „Schmuddel-Laden“

Bei diesem Lidl in Thüringen ist nach 32 Jahren Schluss! Die Kunden haben zu der Schließung eine eindeutige Meinung.

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© Hanna Sauerbrei

Die Eigenmarken der Supermärkte: von ja! bis Freeway

In den Supermärkten stehen neben den bekannten Marken wie Milka, Coca Cola und Co. auch immer mehr Eigenmarken. Ein Überblick:

Nach über 32 Jahren schließt ein Lidl in Thüringen. Thüringen24 hatte bereits im Mai von der Schließung berichtet (Hier mehr lesen).

Für die Kreisstadt Hildburghausen bedeutet das eine Einkaufsmöglichkeit weniger. Die Reaktionen der Kunden sind gemischt. Während die einen den Verlust bedauern, äußern andere deutliche Kritik. Gegenüber „InSüdthüringen“ machen sie ihrem Ärger Luft.

Unerwartetes Ende für einen Lidl in Thüringen

Lidl in Thüringen hat beschlossen, seinen Standort in Hildburghausen nach mehr als drei Jahrzehnten zu schließen. Das sorgt bei vielen Kunden für Unmut und Enttäuschung. Kerstin P. und Monika H. gehören zu den treuen Stammkunden, die besonders das frische Obst und Gemüse schätzten. „Außerdem lag das Blumengeschäft zentral zum Friedhof und mit dem Bäcker war alles vor Ort“, erläutert eine der Frauen gegenüber „InSüdthüringen“ die Standortvorteile.

Die beiden wissen noch nicht, wo sie in Zukunft einkaufen werden. „Der Lidl war immer in fußläufiger Entfernung und wir kannten auch die Mitarbeiter gut. Die Schließung reißt jetzt das ganze Kollektiv auseinander“, klagt Monika H. Ein weiteres Ärgernis: In der Stadt wird es weiterhin zwei Netto-Märkte geben, während der Lidl aus der Thüringer Stadt verschwindet. Die Kundin Petra S. meint dazu: „Ein Netto kann ganz klar weg.“ Den Discounter auf der anderen Straßenseite bezeichnet sie als „Schmuddel-Laden“ und will künftig verstärkt bei Rewe einkaufen.

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Die Lidl-Filiale im thüringischen Hildburghausen ist dicht. Die Alternativen sind rar. (Archiv-Foto) Foto: Hanna Sauerbrei

Lidl in Thüringen: Manche Kunden gelassen

Für Hartmut L. stellt die Schließung des Lidls in der Thüringer Stadt kein großes Problem dar. „Schließlich war das Gebäude ja schon länger sanierungsbedürftig“, erklärt er. Langbein ist der Meinung, dass Hildburghausen mit genügend Alternativen ausgestattet ist. „Hildburghausen hat viele Läden, das sind ja immer noch genug“, sagt er und verabschiedet sich mit einem letzten Lächeln und seinem Einkaufswagen aus dem Lidl.


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Ab Donnerstag (1. August) wird es einen Lidl in Thüringen weniger haben, dennoch bleibt das Angebot in Hildburghausen groß. Neben zwei Netto-Märkten gibt es jeweils eine Filiale von Rewe, Kaufland, Edeka, Aldi und Norma. Somit bleibt den Bewohnern in der Kreisstadt eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten erhalten, auch wenn der Verlust der Lidl-Filiale bei vielen auf Unverständnis stößt.