Die Formel 1 gastiert am Wochenende in Japan – doch schon am ersten Tag kam es in Suzuka zu einem heftigen Crash. Und der hatte Folgen. Nicht nur für die Trainings-Session. Auch den Fahrer erwischte es hart.
Das 2. Freie Training der Formel 1 lief erst wenige Minuten, da schlug Jack Doohan mit voller Wucht in die Bande ein. Unerklärlich hatte er die Kontrolle über seinen Alpine verloren, das Auto wurde dabei heftig zerstört. Und auch dem Fahrer ging es anschließend nicht gut.
Formel 1: Heftiger Crash von Doohan
Jack Doohan steht früh in der Saison unter Druck. Der mächtige Teamberater Flavio Briatore ist kein Fan von ihm, will ihn ersetzen (hier mehr). Der Rookie muss schnell abliefern. Ob das in Suzuka noch was wird, ist nach dem Vorfall am Freitag aber unklar.
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Im 2. Freien Training (8 Uhr MESZ) waren noch keine zehn Minuten absolviert, als die Session jäh unterbrochen werden musste. In der ersten Kurve seiner ersten gezeiteten Runde hatte Jack Doohan bei höchster Geschwindigkeit komplett die Kontrolle über sein Auto verloren. Der Australier schlitterte nahezu ungebremst durch das Kiesbett und schlug heftig in die Bande ein.
Einschlag mit Folgen
Schnell wurde die rote Flagge geschwenkt – doch im zerstörten Alpine bewegte sich nichts. „I’m OK“, funkte der 22-Jährige bald die erleichternde Nachricht. Das stimmte jedoch offenbar nur teilweise. Der Ausstieg aus dem Auto dauerte sehr lange, bedurfte Hilfe von Streckenposten. Endlich aus dem Boliden gekrabbelt, war Doohan sichtlich schwach auf den Beinen, humpelte. Offenbar hatte er sich beim Einschlag (unter anderem) am linken Bein verletzt.
Wie konnte das passieren? Möglicherweise hatte Jack Doohan beim Einlenken in die Kurve bei Vollspeed den Bremspunkt verpasst oder war minimal neben die Strecke geraten. Auch das erklärt aber nicht, wie das Auto aus dem Nichts so ausbrechen konnte. Eine Theorie von Sky-Experte Raf Schumacher: Der Heckflügel hatte beim Anbremsen nicht geschlossen. „Mit offenem DRS hätte der Fahrer keine Chance“, sagte Racing-Bulls-Teamchef Laurent Mekies beim Anblick der Bilder.
Auch spannend:
Eine halbe Stunde dauerten die Aufräumarbeiten, dann ging es weiter. Nicht für Jack Doohan, der medizinisch überwacht und behandelt wird. Ob er beim Rennen der Formel 1 am Sonntag dabei sein kann, ist unklar. Und die Session dauerte auch nur wenige Minuten – dann hing mit Fernando Alonso der nächste Fahrer im Kiesbett. Diesmal aber ohne schlimmere Folgen.