Kellern, Babysitting oder Nachhilfe geben – all das sind beliebte Nebenjobs für Studenten, die sich neben dem Studium etwas dazuverdienen wollen. Vielen kommt es dabei vor allem auf eines an: Eine einfache Tätigkeit in Kombination mit guter Bezahlung. Inzwischen kristallisieren sich dabei zunehmend unkonventionelle Tätigkeiten heraus, die ebenfalls ein gutes Gehalt versprechen.
Statt Regale im Supermarkt einzuräumen oder eintöniger Büroarbeit nachzugehen, machen immer mehr Studenten von eher ungewöhnlichen Verdienstmöglichkeiten in Deutschland Gebrauch. In unserer vielfältigen Gesellschaft ist für jeden das Passende dabei, sodass man sich inzwischen auch als Sargträger oder TV-Tester etwas dazuverdienen kann. Aber um welche Tätigkeiten handelt es sich dabei genau und wie sieht es überhaupt mit dem Gehalt aus?
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So kannst du dein Gehalt aufstocken
Ein Beispiel für eine solche Tätigkeit ist die des Sargträgers. Bei Beerdigungen unterstützen sie, indem sie den Sarg tragen – ein Job, der Taktgefühl und Respekt erfordert. Pro Einsatz winkt ein Gehalt von etwa 50 bis 150 Euro. Wer regelmäßig gebucht wird, kann monatlich zwischen 50 und 500 Euro verdienen. Ebenso kurios ist der Beruf des professionellen Schlangenstehers. Hierbei übernehmen Studenten das Anstehen für andere, sei es vor Ämtern oder bei Veranstaltungen. Mit einem Stundenlohn von 15 bis 30 Euro kann man je nach Auftragslage ein Gehalt von bis zu 600 Euro monatlich erzielen.
Auch der Job des professionellen Aufräumers zählt zu den ungewöhnlichen Nebenjobs. Hierbei helfen Studenten, Wohnungen zu entrümpeln und wieder bewohnbar zu machen. Die Bezahlung liegt zwischen 20 und 50 Euro pro Stunde, was bei regelmäßigen Einsätzen ein monatliches Gehalt von bis zu 600 Euro bedeuten kann. Wer sich für Tests und Bewertungen interessiert, findet im Mystery Shopping eine spannende Aufgabe: Geschäfte und Dienstleistungen prüfen, die Kundenerfahrung dokumentieren und dafür bezahlt werden. Pro Test sind zwischen 10 und 50 Euro möglich, was im Monat bis zu 400 Euro bedeuten kann.
Verdienstmöglichkeiten für Helfer und Abenteurer
Für technikaffine Studenten bietet sich die Tätigkeit als Drohnenpilot an. Besonders bei Aufträgen für Luftaufnahmen von Immobilien oder Veranstaltungen ist die Nachfrage hoch. Pro Einsatz gibt es zwischen 50 und 150 Euro, regelmäßige Aufträge bringen ein Gehalt von bis zu 1.000 Euro im Monat ein. Voraussetzung ist jedoch ein Drohnenführerschein, um legal fliegen zu dürfen.
Wer gerne in Feierlaune ist, könnte als Party-Guide arbeiten. Hierbei führen Studenten Touristengruppen durch die lokale Clubszene und zeigen ihnen die angesagtesten Locations. Das Gehalt liegt bei etwa 15 Euro pro Stunde und besonders in Studentenstädten ist die Nachfrage hoch. Auch der Job des TV-Testers ist mit einem ordentlichen Stundenlohn verknüpft. Bei diesem Job schauen Studenten stundenlang TV-Material durch, um besondere Szenen für TV-Shows herauszufiltern. In Fünf-Stunden-Schichten kann man so nicht nur Serien genießen, sondern dabei auch Geld verdienen.
Diese ungewöhnlichen Nebenjobs zeigen, dass es abseits der klassischen Studentenjobs spannende und lukrative Alternativen gibt. Sie erfordern oft spezielle Fähigkeiten oder eine gewisse Offenheit für Außergewöhnliches, bieten jedoch die Chance, den studentischen Geldbeutel auf kreative Weise aufzubessern. Manchmal lohnt es sich, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Wege zu gehen – nicht nur für die Finanzen, sondern auch für die persönliche Erfahrung.