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SPD am Boden: Sie verliert nächstes Zugpferd – „Ganz übel“

Die SPD ist bei der Bundestagswahl krachend gescheitert. Vor allem die Erstwähler hatten keine Lust auf die Sozialdemokraten. Das hätte er ändern können.

Die SPD verliert ihr Social Media-Zugpferd.
© IMAGO/pictureteam

Hat Merz seine Wähler "verarscht"?

Friedrich Merz wird der neue Bundeskanzler. Doch schon jetzt zeigen sich viele seiner Wähler enttäuscht.

Die SPD hat bei der Bundestagswahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren. Mit 16,4 Prozent wurde man lediglich drittstärkste Kraft – hinter der Union und der AfD. Bundeskanzler Scholz und Fraktionschef Mützenich haben bereits ihren Rückzug angekündigt, Lars Klingbeil spricht von einem notwendigen „Generationenwechsel“. Diesen hätte Robin Mesarosch vorantreiben können – doch auch er ist jetzt weg.

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Die SPD wurde bei der Bundestagswahl für ihre Ampel-Politik abgestraft. Zwar winkt den Sozialdemokraten eine Regierungsbeteiligung, diese hängt aber vielmehr mit dem Unvereinbarkeitsbeschluss der Union gegenüber der AfD zusammen. Intern besteht die Einsicht, dass es kein „Weiter so“ (Zitat Giffey) geben darf. Allen voran die Generation Z hat die SPD mit ihrem Wahlkampf nicht abholen können.

SPD: Social-Media-Zugpferd verpasst Wiedereinzug

Nur 13 Prozent der Erstwähler setzten ihr Kreuz bei der SPD, zwei Prozent weniger als bei der Bundestagswahl 2021. Die Union (14 Prozent), die AfD (19 Prozent) und die Linkspartei (26 Prozent) schnitten in dieser Altersklasse allesamt besser ab. Letztere setzte in ihrem Wahlkampf vor allem auf soziale Medien, allen voran auf die Plattform TikTok – mit Erfolg. Der Linkspartei folgen über 400.000 Menschen, der SPD lediglich 86.000. Der Nachholbedarf ist offensichtlich.


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Hoffnungsträger war der Abgeordnete Robin Mesarosch. Seine SPD-Videos erhielten bis dato 1,1 Millionen Likes. Der zuletzt gewachsene Zuspruch attestierte ihm und seiner Partei den richtigen Weg. Doch nach der Wahl das böse Erwachen: Mesarosch hat den Wiedereinzug nicht geschafft. Er verlor den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen und schaffte es auch über die Liste nicht in das künftige Parlament.

„Übrigens ganz übel, dass der Kollege Mesarosch bei der Liste so hart abgestraft wurde, dass der SPD jetzt ihr größtes Social Media Zugpferd fehlt. Sollte man mal drüber nachdenken…“, kommentiert Mattheus Berg, Gründer der „Wahlwerkstatt“, das Ausscheiden auf X. Im Sinne des „Generationenwandels“ muss die SPD schleunigst ein neues „Zugpferd“ etablieren.