Fällt da der Urlaub in der Türkei ins Wasser? Immer mehr Reisende sind wegen der aktuellen Unruhen im Land am Bosporus verunsichert. Nach der Inhaftierung des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu in Istanbul kommt es immer wieder zu Massenprotesten gegen das Erdogan-Regime. Demonstranten und Polizisten liefern sich in den großen Städten Straßenschlachten, es kommt zu Verhaftungen en masse (mehr hier).
Auch das Auswärtige Amt reagiert und verschärft die Reisehinweise, wenn es in den Urlaub in der Türkei geht. Doch die große Frage bleibt grundsätzlicher Natur: Ist man aktuell in Gefahr, wenn man in der Türkei als Deutscher Urlaub macht?
Urlaub in der Türkei: Massenproteste gegen Erdogan!
Beliebte Urlaubsziele an der türkischen Mittelmeerküste wie Side oder Antalya sind bislang noch nicht von den Protesten betroffen. Reisen finden dort gewohnt statt, von den Unruhen ist wenig zu spüren. Vor allem die Metropolen Istanbul, Izmir und Ankara sind für Touristen ein heißes Pflaster. Wichtige Straßen und U-Bahn-Stationen sind gesperrt, es gibt immer wieder Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr.
Der Flugverkehr dagegen läuft in der Türkei ungestört. Auch die Autobahnen und Hauptstraßen abseits der Großstädte sind weder blockiert noch anderweitig von den Massenprotesten behindert. Das Auswärtige Amt hat bislang keine offizielle Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Aber: Urlauber sollten dort trotzdem auf der Hut sein.
Sollte man beliebtes Reiseziel meiden?
Deutsche sollten sich in den beliebten Metropolen immer wieder neu informieren, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen meiden und vorsichtig sein. Es sei nicht absehbar, wie lange die Einschränkungen anhalten. Und: Die Lage könnte sich weiter verschärfen, die Unruhen dann doch auf die Urlaubsregionen am Meer übergreifen.
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Wer bereits einen Urlaub in eine betroffene Stadt gebucht hat, kann gegen Gebühr stornieren. Eine kostenfreie Stornierung von Pauschalreisen ist nur möglich, wenn die Reise von außergewöhnlichen Umständen erheblich beeinträchtigt ist. Die bloße Angst vor Unruhen reicht da nicht aus, so Reise-Experten des ADAC.