Das hatte sich Disney ganz anders vorgestellt…
„Schneewittchen“ (seit dem 20. März im Kino) – die Realverfilmung des allerersten abendfüllenden Disney-Zeichentrickfilms „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ (1937) – sollte den ins Stottern geratenen Disney-Motor wieder ankurbeln. Doch dann jagte ein PR-Desaster das nächste, Social-Media-Shitstorms zerrissen den Film und Hauptdarstellerin Rachel Zegler quasi in der Luft (>> hier mehr dazu).
Die Folge: Nach rund zwei Wochen hat „Schneewittchen“ weltweit gerade einmal 146 Millionen US-Dollar eingespielt – und damit nur etwas mehr als die Hälfte seines satten 270-Millionen-Budgets. Und da sind die Kosten fürs Marketing noch gar nicht mit einberechnet.
Eine wirtschaftliche Katastrophe für Disney – mit Folgen für alle Fans…
Bittere Nachricht nach „Schneewittchen“-Debakel
Disney hatte es mit den Realverfilmungen seiner Zeichentrickklassiker nicht immer leicht. Wirtschaftlich lief es zunächst gut – die Neuauflagen von „Die Schöne und das Biest“ (2017), „Der König der Löwen“ (2019) und „Aladdin“ (2019) gehören nicht umsonst zu den 50 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Andere Versuche dagegen wie „Mulan“ (2020), „Pinocchio“ (2022) oder „Arielle, die Meerjungfrau“ (2023) kamen bei den Fans, deren Kindheit durch die Disney-Klassiker geprägt wurden, deutlich schlechter an – weil teilweise liebgewonnene Details aus den Originalen abgeändert oder entfernt wurden.
Doch trotz dieser Kritikpunkte – die sich nicht erst seit „Schneewittchen“ negativ auf die Einspielergebnisse der Disney-Realverfilmungen auswirken – gibt es tatsächlich auch Animationsfilme, zu denen sich Disney-Fans ein Live-Action-Remake geradezu wünschen! Doch für sie gibt es nun ernüchternde Nachrichten…
Fans haben nur einen Wunsch
„Hercules“ und „Atlantis“ sind beispielsweise Titel, denen Disney-Fans großes Live-Action-Potenzial zutrauen. Doch ganz vorne mit dabei ist ohne Frage der 2010er Kino-Hit „Rapunzel – Neu verföhnt“. Fast 600 Millionen US-Dollar spielte der Film damals ein, versprühte mit liebenswerten Figuren und märchenhafter Musik bestes Disney-Feeling. Kein Wunder, dass das Studio sogar schon Regisseur Michael Gracey („The Greatest Showman“) für eine Realverfilmung angeheuert hat.
Seitdem werden Instagram, TikTok & Co. gefühlt geflutet von Casting-Wünschen für die Rollen von Rapunzel und ihrer großen Liebe Flynn – Stars wie Sabrina Carpenter und Timothée Chalamet stehen bei vielen Fans ganz oben auf der Liste. Doch all diese Träume müssen nun offenbar erst einmal wieder begraben werden.
Disney legt „Rapunzel“-Remake auf Eis
Wie das gut informierte Branchenportal „The Hollywood Reporter“ erfuhr, hat Disney die Produktion der Realverfilmung von „Rapunzel – neu verföhnt“ nach der „Schneewittchen“-Enttäuschung vorerst auf Eis gelegt. Disney wolle seine Strategie bezüglich Live-Action-Remakes neu überdenken, heißt es.
Doch wer weiß – sollten die Neuverfilmungen von „Lilo & Stitch“ (Kinostart: Mai 2025) und „Vaiana“ (Kinostart: Juli 2026) beim Publikum gut ankommen, dürfte wohl auch die „Rapunzel“-Produktion wieder Fahrt aufnehmen.