Lego ist beliebter denn je. Millionen Fans auf der ganzen Welt sammeln die Sets, verkaufen und kaufen sie für viel Geld im Internet. Auch Christel und Joachim Brück aus Netphen-Deutz glauben auf dem Flohmarkt den ganz großen Fund gemacht zu haben. „Unser Lego-Set ist mit Sicherheit eine Rarität, da es aus den 70er-Jahren ist und ungeöffnet“, so die Siegerländerin Christel selbstbewusst.
Doch konnte das alles so stimmen? Naja, nicht ganz. Zwar war das Lego-Set ungeöffnet, dies war an den verpackten Steinen gut und leicht erkennbar, doch aus den 70er-Jahren war es nicht, wie „Bares für Rares“-Expertin Annika Raßbach schnell feststellen konnte.
Lego-Set landet bei „Bares für Rares“
„Das ist nicht ganz richtig“, so die ZDF-Fachfrau. Denn die Lego-Space-Reihe, zu der auch der Karton der Brücks gehörte, wurde zwar von 1978 bis 1988, passend also zu den Star-Wars-Filmen, hergestellt, das vorliegende Set jedoch stammte aus dem Jahre 1985, wie auch auf dem Karton zu lesen war.

Dazu kam, dass zwar eine, bei Sammlern begehrte Figur in dem Set enthalten war, es jedoch nicht ansatzweise so wertvoll war, wie Christel und Joachim dachten. Die beiden wollten für ihren Flohmarkt-Fund nämlich „in etwa 300 Euro“ haben. Ein stolzer Preis für das kleine Set. Ein Preis, den Annika Raßbach jedoch nicht mitgehen konnte.
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„Dieses Set ist tatsächlich gar nicht so selten“
„Dieses Set ist tatsächlich gar nicht so selten“, stellte die Expertin fest. Dazu komme, dass der Karton an zwei Stellen leicht beschädigt war. Zwei Faktoren, die sich durchaus auf den Preis auswirken. Und so waren mehr als 150 bis 250 Euro nicht drin, wie Raßbach bilanzierte. „Das ist auch noch viel Geld für so ein kleines Kartönchen“, fand Horst Lichter.
Das stimmte zwar, die 150 Euro bot Waldi aber gerne. Die Siegerländer jedoch lehnten ab. „Dafür geben wir es dann doch nicht her“, sagte Joachim Brück. Schließlich, so der Netphener, „nicht vom Verkaufen wird man reich, sondern vom Haben“.