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Die Teuerungsfalle: Was das neue Schuldenpaket für den Alltag bedeutet

Teurer als gedacht! – Wie das Schuldenpaket den Alltag in Deutschland verteuert.

Schuldenpaket schlägt zu! – Warum Ihre Finanzen jetzt ins Wanken geraten.
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Die Schuldenbremse: Wie sie funktioniert und warum sie so umstritten ist

Die Schuldenbremse ist eines der großen Streitthemen im Wahlkampf. Aber wie funktioniert sie überhaupt und wieso sorgt sie für so viel Diskussionen?

Nicht nur für den designierten Bundeskanzler Friedrich Merz und seine CDU war es ein großer Schritt, sich auf das Schuldenpaket zu einigen. Getragen werden muss das Ganze schließlich vom Volk. Das geschieht nicht erst – reichlich abstrakt – in den kommenden Generationen, sondern ab jetzt, ganz konkret.

Einige Dinge, die durch das Schuldenpaket für die Menschen in Deutschland nun teurer werden und warum, haben wir hier einmal aufgelistet.

Die Teuerungsfalle? Was das Portemonnaie jetzt erwartet

Man ist sich einig: Es fließen Milliarden in Rüstung, Infrastruktur und sogar etwas in den Klimaschutz. Was bedeutet das für den Verbraucher genau? Profitiert er direkt oder werden andere Dinge teurer?

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Seit Corona ein teurer Spaß: Essen im Restaurant oder ein Stück Kuchen im Café. Das wird voraussichtlich nicht günstiger, denn die Verschuldung Deutschlands wird auch bei meinem Lieblingsitaliener um die Ecke spürbar sein. Durch die geplante Senkung der Mehrwertsteuer für Restaurant-Speisen von 19 auf 7 Prozent sollten Gastro-Besuche eigentlich günstiger werden. Bei ähnlichen Maßnahmen in anderen Ländern haben viele Gastronomen den Preis aber nicht gesenkt, sondern behielten die Steuerersparnis für sich.

Gäste zahlen dort also trotzdem die gleichen Preise wie vor den niedrigeren Steuern. Die Steuersenkungen helfen hier also eher den Restaurantbesitzern als den Gästen.

Ebenfalls im Alltag spürbar sind die derzeit hohen Kosten für Energie und Strom. Zwar will die Regierung zur Entlastung auch die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß von 0,1 Cent pro kWh senken und die Übertragungsnetzentgelte halbieren, das bringt aber vermutlich kaum etwas. Ein Haushalt mit etwa 4000 kWh Jahresverbrauch wird nur ca. 145 Euro pro Jahr weniger zahlen müssen. Single-Haushalte sparen höchstens 54 Euro.

Dazu kommt, dass andere Faktoren die Energiepreise weiter antreiben. Die Entlastung bei Strom- und Energiekosten wird also sehr gering ausfallen und womöglich nicht lange anhalten. Auch dafür ist im Schuldenpaket keine langfristige Lösung vorgesehen.

Was das neue Schuldenpaket für Immobilien bedeutet

Doch bevor ein Haus geheizt und erleuchtet sein will, muss es erst einmal gebaut werden. Das könnte in Zukunft deutlich teurer werden. Die Regierung will mehr sozialen Wohnungsbau. Dafür werden also verstärkt Baufirmen anheuert, eine Branche, die ohnehin ständig neue Fachkräfte sucht. Hinzu kommt die Materialknappheit beispielsweise von Bausand, die dann noch stärker ins Gewicht fallen könnte. Durch gute Auslastung – zu wenige oder teure Beschäftigte – könnte auch der Hausbau deutlich teurer werden.

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Wer sich über Bausand den Kopf zerbrechen kann, der muss erst mal eine Finanzierung für das traute Eigenheim parat haben. Das könnte nun deutlich schwieriger werden. Bauzinsen orientieren sich an Staatsanleihen und diese verteuern sich im Moment um einiges. Denn die Zinsen für Staatsanleihen sind unmittelbar nach der Bekanntwerdung des Schuldenpakets von 2,4 auf 2,8 Prozent angestiegen.

Das Finanzportal „Fortunalista“ hat ermittelt, dass ein Hauskredit von über 300.000 Euro mit 10 Jahren Zinsbindung Anfang des Jahres 2025 noch einen Zinssatz von 3,3 Prozent, Anfang April aber schon einen von 3,7 Prozent hatte.


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„Fortunalista“ schreibt dazu: „Dadurch steigen die Zinskosten bis zum Ende der Laufzeit um ca. 11.000 Euro – eine enorme Zusatzbelastung für Immobilienkäufer.“